Ulm

Bürger*innen auf der Suche nach einer nachhaltigen Wirtschaftsweise

Ulm, 08. Juli 2019
     
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"Wirtschaft neu denken" - Gemeinwohl-Ökonomie als alternatives Wirtschaftsmodell?

Lebhafte Diskussion im Gemeindesaal St. Georg um Nachhaltigkeitsziele

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Der in den jüngsten Wahlen deutlich gewordene Wunsch nach einer umweltgerechten und nachhaltigen Lebensweise zeigte sich im Andrang und im Inhalt der Diskussionen des Bürger*innen-Dialogs der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung am Mo, 08.07.2019.

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Über 80 Bürger*innen waren der Einladung der Ulmer Regionalgruppe gefolgt, Fragen rund um eine nachhaltigere Wirtschaftsweise auf Basis einer Ausstellung, Kleingruppenworkshops, Abstimmungen und einer Podiumsdiskussion nachzugehen.

Dabei wurde neben der Gemeinwohl-Matrix, einem System zur ganzheitlichen Bilanzierung von Unternehmen mit allen Auswirkungen auf Ökologie, Gerechtigkeit, Menschenwürde und Mitbestimmung, auch erweiterte Methoden zur Meinungsbildung und demokratischen Mitbestimmung vorgestellt.

Die Zustimmung zur Wichtigkeit des Themenbereichs unter den Teilnehmer*innen war eindeutig: „Wir müssen die Diskussion um die Nachhaltigkeitsziele unbedingt in den weiteren geplanten Bürger-Dialogen zur Stadtentwicklung und Landesgartenschau fortsetzen.“, so Martin Bendel, Finanzbürgermeister der Stadt Ulm, bei der abschließenden Podiumsdiskussion.

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Unternehmer Benjamin Seckinger (BOS AG) zeigte sich beeindruckt von den Werkzeugen der Gemeinwohl-Ökonomie. Diese seien sehr gut für eine persönliche Standortbestimmung geeignet und er will den Bilanzierungsprozess der Gemeinwohl-Ökonomie in seinem Unternehmen durchführen.

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Kabarettistin Heike Sauer war von vorneherein schon klar: Bruttonationalglück ist mindestens genauso wichtig wie Bruttosozialprodukt. „Wieso sollte ich mich bereichern wollen? Es ist viel schöner eine Bereicherung zu sein!“.- „Mit den Werkzeugen der Gemeinwohl-Ökonomie habe ich nun die Möglichkeit systematisch nachzuprüfen, wo ich selbst noch Potentiale habe. Darauf freue ich mich.“

Auch in der Hochschule Neu-Ulm seien ökologische Aspekte unter den Studierenden ein wichtiges Themenfeld, so Dekan Prof. Dr. Elmar Steurer (HNU Fakultät Wirtschaftswissenschaften). Er bot Benjamin Seckinger sogleich seine Vermittlungsdienste für studentische Projektarbeiten in diesem Themenbereich an.

 

Unsere Kooperationspartner*innen waren:

Staatsministerium Baden-Württemberg
Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ)
Gemeinwohl-Ökonomie Baden-Württemberg e.V.
Betriebsseelsorge Ulm
Ulmer Initiativkreises nachhaltige Wirtschaftsentwicklung e. V. (unw)
Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt (KDA)
Oikocredit
Regionalpromotorin Eine Welt
Ulmer Netz für eine andere Welt e.V.
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