Schweiz

Klimastreiks Schweiz

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Klimawandel – ergeht uns alle an und endlich scheint sich etwas zu tun! Die Klimastreiks erzeugen Aufmerksamkeit: «Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!»

Die Bewegung Gemeinwohl-Ökonomie unterstützt den Klimastreik und begrüsst das Aufbegehren der Jugend für die drohende weitere Klimaerwärmung und deren gravierende Folgen. Nur so gelangt das Bewusstsein für den notwendigen Wandel und erforderliche Massnahmen (Mobilität, Ernährung, Wohnen, Konsum, ...) in breitere Teile der Bevölkerung und veranlasst die Politik umzudenken.

Eine tolle Aktion ist auch die KlimaArena (siehe Youtube-Video) als Gegengewicht zur SRFArena für einen zielgerichteten Dialog zum Klimawandel und den Klimastreiks.

 

Es gibt viele Organisationen, die sich mit dem Klimawandel beschäftigen und seit vielen Jahren zum «Umdenken» und konkreten Massnahmen aufrufen. Der Club of Rome mahnt schon sehr lang und viele NGOs setzen sich für dieses Thema ein (u.a. wwf, Greenpeace, myclimate, Fastenopfer, ...) – genauso wie die Gemeinwohl-Ökonomie, der Papst & andere kirchliche Organisationen und die Klimaseniorinnen . Aber erst die Klimastreiks scheinen Bewegung in die Sache zu bringen, so dass grössere Teile der Bevölkerung sich mit diesem Thema beschäftigen, ernsthaft betroffen sind und ins Umdenken/Handeln kommen.

Konkrete Lösungsansätze gibt es schon lang – nur bisher haben Wirtschaftsverbände mit Unterstützung der Grossindustrie diese über ihr «Lobbying» blockiert. Das BAFU hat in ihrem Umweltbericht 2018 (https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/dokumentation/umweltbericht/umweltbericht-2018.html) nicht nur eine konkrete Bestandsaufnahme erstellt, sondern auch konkrete Elemente einer ernsthaften Umweltpolitik aufgezeigt. Leider war die Umsetzung dafür im Bundesrat, dem Nationalrat und dem Ständerat bislang nicht mehrheitsfähig. Die Klimastreiks scheinen aber hier neuen Mehrheiten möglich zu machen.

Spannend und die Schwierigkeiten aufzeigend ist auf nachstehende Artikel (von Prof. Dr. Henrik Nordborg): «Ein Gespenst geht um auf der Welt – das Gespenst der Fakten». Um die Menschheit zu retten, ist eine Transformation der Gesellschaft notwendig. Wir müssen auch die globale Wirtschaftsleistung drastisch senken. Je früher wir dies akzeptieren, desto grösser sind unsere Chancen auf Erfolg. Nordborg vergleicht diesen Wandel mit der damaligen Situation, als die Kirche von Galileo damit konfrontiert wurde, dass die Erde sich um die Sonne dreht (und damit die bis dahin herrschende Weltanschauung in Frage stellte) ... Das Wuppertal Institut nimmt in seinem Buch «Die grosse Transformation» Bezug auf die Abschaffung der Sklaverei und stellt die notwendigen Veränderungen unserer Glaubenssätze dar (Eingriff in unsere DNA). Die Gemeinwohl-Bilanz hilft Unternehmen, diese Transformation für sich und ihr Umfeld (Kunden, Lieferanten, ...) vollziehen zu können.

Icon Das-Gespenst-der-Fakten.pdf (309,3 KB)

Die Gemeinwohl-Ökonomie stellt Unternehmen mit der Gemeinwohl-Bilanz ein wirksames Instrument zur Verfügung,  wie sich Organisationen in einem Prozess mit den Nachhaltigkeitsthemen und «Zukunftsfähigkeit» auseinandersetzen können und damit einen konkreten Beitrag zur Begrenzung der weiteren Klimaerwärmung leisten können. Die Gemeinwohl-Bilanz eignet sich auch für KMU, d.h. kleinere Unternehmen, und entfaltet dann seine stärkste Wirkung, wenn sich Unternehmen zu einer regionalen Peergruppe zusammenschliessen und sich so gemeinsam in ihren Nachhaltigkeits-/Gemeinwohl-Aktivitäten überprüfen und fordern. Es ist an der Zeit, dass sich die Unternehmen, die heute bereits nachhaltig sind und etwas gegen die Klimaerwärmung tun, als «Leuchttürme» zeigen und vernetzen.

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Gern geben wir Ihnen weitere Auskünfte. Kontaktieren Sie uns doch bitte unter beratung-ch@ecogood.org (Ihr Ansprechpartner Dr. Ralf Nacke).

Weitere Informationen zum Klimawandel finden Sie auch unter https://www.ecogood.org/de/schweiz/klimawandel