Schweiz

Gemeinwohlbilanz

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, eine «Gemeinwohl-Bilanz» für Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation zu erstellen?

Wir suchen Unternehmen, NGOs, Gemeinden, Bildungseinrichtungen, Sozialunternehmen, Vereine und andere Organisationen, die sich mit der Gemeinwohl-Bilanz als «Leuchttürme» in der Schweiz zeigen und damit für den Wandel und «Wirtschaft neu denken» offen eintreten.

Organisationen, die bereits nachhaltig und gemeinwohl-orientiert sind, können mit Hilfe der Gemeinwohl-Matrix (20 Kriterien) und einem wertvollen Fragenkatalog einen internen Organisations- und Kultur-Entwicklungs-Prozess starten, der Ihre Organisation «zukunftsfähig» macht – inkl. höherer Mitarbeiter-Identität – und aufgeklärte Kund*innen auf Sie aufmerksam macht («Ausstrahlung»).

Die Gemeinwohl-Bilanz stellt hohe Ansprüche an Nachhaltigkeit und Gemeinwohl-Orientierung - deutlich höher als was Gesetze heute vorschreiben. In der Grafik ist sie bei der Stufe 3.0 eizuordnen.

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Auch für kleine Organisationen ist die Gemeinwohl-Bilanz machbar – z.B. angeleitet über erfahrene GWÖ-Berater in einer sog. regionalen Peergruppe zusammen mit 4-6 weiteren Unternehmen. Dabei ergibt sich zugleich ein sehr spannender Erfahrungsaustausch und Vernetzung über ein «neues faires und nachhaltiges Wirtschaften»

Die Gemeinwohlbilanz (Matrix 5.0) für Unternehmen (KMU und grosse), Gemeinden und andere Organisationen (NGOs, Schulen, Universitäten, ...)

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Die Gemeinwohl-Matrix dient zur Überprüfung und Bewertung der unternehmerischen Tätigkeiten nach den 4 Werten und den diversen Anspruchsgruppen (A-E) und initiiert im Unternehmen einen Entwicklungsprozess für mehr Nachhaltigkeit und Gemeinwohl-Engagement. Die Matrix 5.0 ist die Basis für die Erstellung eines Gemeinwohl-Berichts, einer umfassenden Dokumentation der Gemeinwohl-Orientierung einer Organisation. Weitere Informationen und Unterlagen finden Sie unter Gemeinwohl-Bilanz.

In der Gemeinwohl-Bilanz werden auch die 17 UN Entwicklungsziele (SDGs) thematisiert. Eine Einführung zu diesen Zielen bietet der nachstehenden Beitrag. Auf Seite 63 wird gezeigt, bei welchen Kriterien der Gemeinwohl-Bilanz die SDGs relevant sind.

Icon Leitfaden_SDGs_fuer_und_durch_KMU.pdf (5,5 MB)

 

Und hier finden Sie aus dem Buch "NachhaltigkeitsManagementForum" (Springer-Verlag) die Zusammenfassung des Beitrags: Die Gemeinwohl-Bilanz – Ein Instrument zur Bindung und Gewinnung von Mitarbeitenden und Kund*innen in kleinen und mittleren Unternehmen?

 

Und wie erstelle ich als Organisation eine Gemeinwohl-Bilanz? Da gibt es verschiedene Möglichkeiten - z.B. in einer Peergruppe mit anderen Unternehmen in der Region oder bei grösseren Unternehmen im Einzelprozess -, die Ihnen in einer der Regionalgruppen oder von einem der zertifizierten GWÖ-Berater (Anfragen unter beratung-ch@ecogood.org) aufgezeigt werden können - inkl. der Vorteile, welche ein solcher Non-Financial-Reporting-Prozess bringt.

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Schnelltest: Für Organisationen, die sich einen Überblick über die Anforderungen der Gemeinwohl-Bilanz machen möchten, wurde ein Schnelltest mit einer Kurzfassung der verfolgten Ziele und der wichtigsten Fragen zu jedem der 20 Kriterien der Matrix 5.0 entwickelt. Probieren Sie ihn doch einfach aus.

Icon Schnelltest_GWOE_Matrix 5.0_Version 012019.pdf (146,2 KB)

 

Aktuell: Einzelne Universitäten und Hochschulen in der Schweiz sprechen uns an, ob Student*innen nicht im Rahmen von Bachelor- oder Masterarbetien für Unternehmen eine Gemeinwohl-Bilanz erstellen dürfen. Gerade für KMUs ergibt sich dadurch der Vorteil auf Personal-Ressourcen für den Berichterstellungs-Prozess zugreifen zu können. Mehr Informationen geben wir Ihnen gern über Ihre Anfrage an beratung-ch@ecogood.org.

Die von uns zertifizierten Berater zur (kostenpflichtigen - aber sehr fairen) Unterstützung bzw. Begeltiung von Unternehmen kennen sich nicht nur in den anderen Standards von Nachhaltigkeitsberichten sondern auch in dem breiten Feld der Organisations- und Kultur-Entwicklung aus, was gerade für Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden von Bedeutung ist.

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Hinweise zur vorstehenden Grafik: rechts werden die klassischen Ansätze der GWÖ-Beratung gezeigt. Ergänzend dazu werden auf der linken Seite die bekannten Nachhaltigkeitsberichts-Standards (oben) und Ansätze zur Organisations- und Kultur-Entwicklung (unten) aufgezeigt. Sehr starke Überscheidungen mit der GWÖ-Beratung gibt es z.B. bei den SDGs (17 UN Entwicklungsziele) sowie zu den OE-Ansätzen von F. Laloux aus seinem Buch "Reinventing Organizations" sowie bei der Prozessgestaltung "Theory U" von Otto Scharmer.

Neu: In der Sonderausgabe des NachhaltigkeitsManagementForum / Sustainability Management Forum zum Thema “Corporate Social Responsibility Reporting” erschien der Artikel Die Gemeinwohl-Bilanz – Ein Instrument zur Bindung und Gewinnung von Mitarbeitenden und Kund*innen in kleinen und mittleren Unternehmen? von vier Autor*innen der Universität Freiburg sowie Flensburg. Die Studie untersuchte die Frage, "ob und inwiefern die Gemeinwohl-Bilanz (als Instrument der Nachhaltigkeitsmessung und -berichterstattung) eine Wirkung auf die Mitarbeiter*innen- sowie Kund*innenbindung und -gewinnung in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)" hat. Weiterführende Infosmationen finden Sie unter News der GWÖ.

 

Grundsätzlich eignet sich die Gemeinwohl-Bilanz für kleinere Unternehmen, Handwerker und andere Organisationen (bis 25 bzw. sogar 100 Mitarbeitende), die sich hierüber in den Herausforderungen der Nachhaltigkeit und der Gemeinwohl-Orientierung überprüfen können - i.d.R. im Rahmen eines Peergruppen-Proezsses zusammen mit anderen Organisationen in der Region.

Grössere Unternehmen ab 100 Mitarbeitende werden die Gemeinwohl-Bilanz i.d.R. dann einsetzen, wenn sie mit den Nachhaltigkeits-Herausforderungen bereits erste Erfahrungen gemacht haben. Die Gemeinwohl-Bilanz stellt mit ihren 20 Kriterien hohe Ansprüche an Organisationen (Nachhaltigkeit 3.0+). Diese Unternehmen bzw. Organisationen haben meistens auch OE-Werkzeuge erfolgreich eingesetzt und arbeiten an der Weiterentwicklung ihrer Unternehmens-Kulturen. Es wäre wünschenwert - gerade in der Schweiz - wenn sie sich als "Leuchttürme" für Nachhaltigkeit und Gemeinwohl-Engagemetn zeigen würden. "Tue nicht nur Gutes - sondern rede auch darüber, damit andere davon angesteckt werden können".

Leider setzen sich nach unserer Erfahrung viele Manager klassischer (rein leistungsorientierter - orange Stufe) Organisationen nur mit den Themen "Strategie & Aktivitäten" auseinander und vernachlässigen dadurch die so wichtigen Themen "Orientierung" und "Menschen". Sie schaffen damit nicht die so notwendigen Voraussetzungen für "Ganzheitlichkeit,Weiterentwicklung und wichtige Change-Prozesse".

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Als erfahrene Berater kennen wir die VUKA-Anforderungen und können Organsationen wirklungsvoll in den Herausforderungen Volatilität, Ungewissheit, Komplexität und Ambiguität unterstützen:

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Ein wesentlicher Schritt in der Unternehmens-Kultur-Entwicklung ist für viele Unternehmer - parallel oder vorgelagert zum Prozess der Gemeinwohl-Bilanz-Erstellung - die Einführung des Bohmschen DIALOGs zur Verbesserung der Kommunikations- und Abstimmungs-Prozesse:

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Fordern Sie uns! Gern stehen wir Ihnen als erfahrene GWÖ-Berater für ein Erstgespräch oder einen Einsteigs-Workshop zur Verfügung. Schreiben Sie uns doch bitte ein Mail an beratung-ch@ecogood.org (Ralf Nacke).

 

Wir werden auch oft gefragt, welche Bedeutung Nachhaltigkeitsberichte in Europa haben und inwieweit sich die Gemeinwohl-Bilanz von anderen Berichtsstandards (wie z.B. GRI, DNK, ...) unterscheidet. Antworten dazu gibt der nachstehende Beitrag.

Icon Kriterien CSR-Reports und vergleich Berichts-Standards.pdf (256,3 KB)

Aus dem Inhalt:
Kriterien zur Bewertung von CSR- und Nachhaltigkeitsstandards
(1) Rechtsfolgen beachten
(2) Universelle Wertegrundlage des Rahmenwerkes
(3) Externe Prüfung und Testierung der angegebenen Nachhaltigkeitsleistung
(4) Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung
(5) Vollständigkeit der Inhalte bei darstellbarem Aufwand für den Mittelstand
(6) Messbarkeit der Nachhaltigkeitsleistung
(7) Vergleichbarkeit der Nachhaltigkeitsleistung
(8) Verständlichkeit der berichteten Nachhaltigkeitsleistung
(9) Legitimität der führenden Organisation
Die Zukunft der Unternehmensverantwortung
Tabellarische Anwendung der 9 Kriterien auf die vier Standards GRI (G4), ISO 26000, DNK (2014) und GWÖ (4.1)