Schweiz

Filme für den Wandel

 

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Wir, d.h. unser Planet, die Gesellschaft, die Wirtschaft und viele Unternehmen stehen vor

 gewaltigen Herausforderungen

  • Klimawandel, Übernutzung der Ressourcen (> 1,5 Welten), Machtballungen (Grosskonzerne), ausgeuferte Finanzindustrie, Gier/Spekulation/Blasen, Verschuldung, Künstliche Intelligenz (AI), Überwachung, Gentechnik & Biotechnologie, Digitalisierung/ Industrie 4.0, Verteilungsprobleme, demografischer Wandel, veränderte Arbeitsanforderungen, Bildung, Einkommenssicherung, Cyberkriminalität, …
     
  • Komplexität, Informationsüberfütterung, Zeitdruck, Polarisierung, Fake News, schnell steigende Anforderungen, kaum Verantwortungsbewusstsein, Überforderung, ..

Aufgabe: neue Denk- und Lösungsansätze entwickeln und umsetzen, um in der Zukunft ein gutes, würdevolles und enkeltaugliches Leben sichern zu können.

Nur die grosse Mehrheit der Menschen (inkl. der Eliten) scheinen diese Herausforderungen nicht wirklich ernst zu nehmen und an Lösungen dafür zu arbeiten.

 

Dabei gibt es gute Filme von anerkannten Autoritäten, die uns diese Herausforderungen bildlich vor Augen führen und uns aufrütteln wollen. Exemplarisch davon wollen wir Ihnen fünf davon kurz vorstellen und Sie einladen, sich diese anzuschauen. Weitere Filme sind u.a. unter "Filme für die Erde" unter https://filmsfortheearth.org/de/ zu finden. Besuchen Sie eins der Gemeinwohl-Ökonomie Regionalgruppen-Treffen in der Schweiz - z.B. in Luzern, St. Gallen, Winterthur oder Zürich. Dort zeigen wir solch herausragende Filme und sprechen darüber, was jeder von uns für den notwendigen Wandel tun kann.

 

1. Film «Die stille Revolution»  - die Arbeitswelt steht vor einem nachhaltigen Kulturwandel

Alte Denkmuster und Verhaltensweisen brechen auf, junge Menschen sehnen sich nach mehr Menschlichkeit und Sinn in ihrem Arbeitsumfeld. Bodo Janssen (Upstalsboomer – Hotels und Ferienwohnungen) «Wir wollen eine Arbeitswelt schaffen, in der jeder genau das tun kann, was ihm als Mensch wirklich wichtig ist»   www.der-upstalsboom-weg.de

 

Über den Film: Worin liegt der Sinn unseres unternehmerischen Handelns? Brauchen wir Know-how oder vielleicht auch Know-why? Woher nehmen wir den Mut für große Veränderungen und wo bleibt der Mensch dabei? „DIE STILLE REVOLUTION“ – der Kinofilm zum Kulturwandel in der Arbeitswelt von Regisseur Kristian Gründling nach einer Vision von Bodo Janssen gibt Antworten auf diese Fragen und weitere tiefe Einblicke auf einer Reise, die zukunftsorientierte Unternehmen nun nach und nach antreten. Der Film zeigt im dokumentarischen Stil am Beispiel von Upstalsboom, wie der Wandel von der Ressourcenausnutzung hin zur Potentialentfaltung gelingen kann. Er beleuchtet, wie das Thema „Kulturwandel in der Arbeitswelt“ gesellschaftlich zu verankern ist und gibt dem Zuschauer individuelle Impulse und Mut, etwas zu verändern.

Laufzeit: 92 Min. / Mitwirkende: Bodo Janssen und viele Upstalsboomer-Mitarbeitende, Pater Amsel Grün, Prof. Dr. Gerald Hüter, Thomas Sattelberger, Götz Werner, Wolf Lotter, Jürgen Fuchs und Dr. Oliver Haas

Icon die stille revolution film.pdf (275,4 KB)    mit Aussagen und Eindrücken aus dem Film

 

2. Der Kinofilm von Wim Wenders "Papst Franziskus - ein Mann seines Wortes

Nicht nur der Dalei Lama und andere Kirchenführer haben die aktuellen Herausforderungen der Menschheit im Blick - sondern auch Papst Franziskus, der bereits 2015 mit seiner Umweltenzyklika Laudato Si’  ein grundlegendes Werk dazu veröffentlicht hat. Sehr inspirierend und aufrüttelnd ist der Film von Wim Wenders über den Papst (Trailer 1:18 Min.).

 

Kernaussagen von Franziskus sind:

  • Zuhören lernen und Menschen auf Augenhöhe begegnen
  • die Ausplünderung der Erde stoppen - nicht America first sondern "Planet first"
  • Armut auf der Welt ist lösbar - wir müssen es nur wollen und angehen
  • Geld ist nicht der Zweck des Wirtschaftens an sich, sondern ein Mittel. Die Wirtschaft muss den Menschen dienen
  • Bewusst konsumieren und leben macht uns glücklicher - nicht die Suche nach dem neuen und noch höheren "Kick"
  • Bestehende Schwierigkeiten lassen sich durch "Liebe" lösen
  • die Industrienationen sind so reich - es ist genug für alle da - und wir müssen lernen abzugeben
  • Wir haben viel zu tun und wir müssen es gemeinsam tun

Hinweis: der Papst adressiert auch eine Reihe von Problemen, die im Vatikan sowie in der katholischen Kirche bislang negiert werden - ohne hierfür konkrete Lösungen anzubieten (was eine einzelne Person auch nicht kann). Trotz der berechtigen Kritik an der Kirche und ihren bisherigen Versäumnissen ist festzustellen, dass dieser Film einen enorm authentischen sowie von der Liebe und Gott beseelten Papst darstellt, der uns berühren und uns zum notwendigen Wandel einladen will. Schauen Sie sich diesen Film an und entscheiden Sie selbst.

Bereits in seiner Umweltenzyklika Laudato Si' (2015) hat Papst Franziskus die wesentlichen Stellhebel für Nachhaltigkeit und "Zukunftsfähigkeit" benannt:

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In seinem Appell "Diese Wirtschaft tötet" mit seiner Kritik am verbreiteten Konsumdenken, der Wohlstandskultur und der dominierenden Rolle des Geldes bekräftigt Franziskus – und er erweitert sie im Lehrschreiben zu einer Art Brandrede, in der er das Wirtschafts- und Finanzsystem grundlegend infrage stellt.

  • Ungleiche Verteilung des Reichtums die wichtigste Ursache aller sozialen Übel und von Gewalt
  • Solange die Probleme der Armen nicht von der Wurzel her gelöst werden, indem man auf die absolute Autonomie der Märkte und der Finanzspekulation verzichtet und die strukturellen Ursachen der Ungleichverteilung der Einkünfte in Angriff nimmt, werden sich die Probleme der Welt nicht lösen.

 

3. Der Kinofilm "Tomorrow - die Welt ist voller Lösungen" zeigt auf, dass es bereits vieles und nachahmenswertes gibt, was schon funktioniert - in der Landwirtschaft, im Zusammenleben, in der Energieerzeugung, in der Politik, der Schule u.v.m. Wir brauchen nur mehr Menschen, die sich von diesem Film inspirieren lassen und seine Anregungen konkret umsetzen und weiter entwickeln.

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Trailer 1:46 Min. - Was, wenn es die Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte?

 

4. Film mit Al Gore: The case for optimism on climate change
(Feb. 2016, TED2016, 25 Min.) - Al Gore zeigt die aktuelle Situation auf - für alle die noch Zweifel an der Klimaerwärmung und der CO2-Herausforderung haben – aber auch, wie überraschend grosse Fortschritte  seit 2010 gemacht wurden, um die Energieerzeugung neu zu gestalten (Solar- und Windenergie, starke Kostendegression, Speichersysteme, … ). Fazit: der schrittweise Ausstieg aus fossilen Brennstoffen ist möglich und kosteneffizient. Nur tun müssen wir es auch!

Link zum Film:

https://www.ted.com/talks/al_gore_the_case_for_optimism_on_climate_change

 

5. Der Film von Leonardo DiCaprio "Before the Flood" - ein Dokumentarfilm von National Geographic zum "Klimawandel" (2016). DiCaprio zeigt als Friedensbotschafter der UN auf,

  • wie dringend diese Herausforderung ist,
  • wie systematisch DesiInformationskampagnen der Ölindustrie erfolgen (zur Negierung des Klimawandels),
  • dass 97% der Wissenschaftler den Klimawandel auf unser aktuelles Verhalten als Menschheit zurückführen, dass primär fossile Brenstoffe dafür verantwortlich sind und dass wir etwas tun können: schneller Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen,
  • dass ein neues kollektives Bewusstsein für den Klimaschutz und die Gefahr der schnellen Klimaerwärmung notwendig ist, der politische Wille weltweit wächst (Klimaabkommen in Paris) und wir alle etwas dafür tun müssen und können.