Schweiz

CO2-Reduktion

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Klimawandel – ergeht uns alle an und endlich scheint sich etwas zu tun! Die Klimastreiks erzeugen Aufmerksamkeit: «Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Zukunft klaut!»

Die Bewegung Gemeinwohl-Ökonomie unterstützt den Klimastreik und begrüsst das Aufbegehren der Jugend für die drohende weitere Klimaerwärmung und deren gravierende Folgen. Nur so gelangt das Bewusstsein für den notwendigen Wandel und erforderliche Massnahmen (Mobilität, Ernährung, Wohnen, Konsum, ...) in breitere Teile der Bevölkerung und veranlasst die Politik umzudenken.

Der «Klimawandel» und seine Folgen sind in aller Munde. Die EU-Staaten und die Schweiz streben «Klimaneutralität» im Zeitraum 2035 bis 2050 an. Das aber erfordert umfassende Massnahmen und proaktive Unternehmen bereiten sich bereits heute darauf vor. Die grössten Hebel für CO2-Reduktion sind Strom & Wärme aus erneuerbare Energien, Verzicht auf fossile Brennstoffe (Mobilität, Heizen, ...) und ein Umbau der Landwirtschaft (Halbierung der Tierhaltung). Das Konzept der 2'000 Watt-Gesellschaft ist in der Schweiz gut bekannt aber es fehlt noch an der Umsetzung.

Wie kann ich als Unternehmen auf die Herausforderung Klimawandel reagieren? Kunden stellen zunehmend Anforderungen an die ökologische und soziale Nachhaltigkeit von Unternehmen. Die Automobilindustrie und andere Branchen fordern ihre Lieferanten auf, Nachweise zu liefern, wie sie in nur wenigen Jahren ihren CO2-Fussabdruck signifikant reduzieren bzw. auf «0» stellen können. Sind Sie darauf vorbereitet?

Die Gemeinwohl-Ökonomie stellt mit ihrem Transformations-Instrument «Gemeinwohl-Bilanz» ein wirkungsvolles Organisations-Entwicklungs-Tool zur Verfügung, Nachhaltigkeit und Gemeinwohl-Bewusstsein im Unternehmen zu verankern.

In den 20 Kriterien dieser Gemeinwohl-Bilanz wird auch eine Absenkung des ökologischen CO2-Fussabdrucks im Unternehmen selbst (Produkte/Design/Produktion/Logistik), bei den Mitarbeitenden, den Lieferanten und den Kunden thematisiert - siehe in der Matrix unter dem Wert "Ökologische Nachhaltigkeit".

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Anstatt gleich mit der Überprüfung aller Kriterien zu beginnen, starten einige Unternehmen mit der Ermittlung des ökologischen Fussabdrucks (CO2-Bestandsaufnahme).

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Im 2. Schritt gilt es die Ursachen für die einzelnen CO2-Emissionen zu identifizieren und zu prüfen, über welche Ziele und Massnahmen eine deutliche Reduktion erreicht werden kann (CO2-Reduktion). In der Praxis reichen dafür reine Effizienz-Ansätze nicht aus, sondern auch Konsistenz-Überlegungen sind gefragt. D.h. inwieweit können sind Langlebigkeit, Design, re-use, re-pair, re-distribute, re-furbish und re-manufacture eine wichtige Rolle spielen (oberer Teil der nachstehenden Grafik) bei gleichzeitiger Minimierung des Ressourcen-Inputs und der Abfälle.

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Dafür gilt es das ganze Unternehmen und seine Mitarbeitenden zu mobilisieren (Ideenwettbewerbe). Eine Einbindung der Lieferanten ist dafür auch notwendig, denn diese haben oft einen höheren CO2-Fussabdruck als das ausliefernde Unternehmen selbst. Und es gilt den CO2-Fussabdruck der Kundennutzung genau zu betrachten – Bsp. CO2-Ausstoss bei der Pkw-Nutzung. In der Praxis werden dann Ziele und umfangreiche Massnahmen-Pakete entwickelt, die es dann gilt schrittweise umzusetzen - ein Prozess über mehrere Jahre. Vorteile binrgt es auch, sich einer Peergruppe anschliessen (oder eine solche initiieren) und sich mit anderen Unternehmen aus der Region zusammen auf den Weg der CO2-Reduktion zu machen.

Und für den verbleibenden Rest an CO2-Emissionen, der nicht reduziert werden kann, gilt es zu überprüfen, ob diese nicht ganz oder teilweise über sinnvolle CO2-Projekte sofort oder in Stufen kompensiert werden können (CO2-Kompensation).

Und dann gilt es auch noch die internen und externen Stakeholder – inkl. Kunden – über die aktuelle Situation und die CO2-Ziele umfassend zu informieren (Kommunikation).

Erfahrene Berater*innen aus dem Kreis der Gemeinwohl-Ökonomie können Sie bei der Erstellung des CO2-Fussabdrucks und dem weiteren Prozess wirkungsvoll unterstützen. Sie verstehen auch, wie in diesen Prozess die jeweiligen Stakeholder sinnvoll eingebunden werden können. Anfragen richten Sie bitte an beratung-ch@ecogood.org.

Recht effektiv ist es auch, sich in einer Region (Kanton/Stadt) einer Peergruppe für «Klimaneutralität» anzuschliessen oder eine solche ins Leben zu rufen. Im Zusammenwirken mit anderen Unternehmen erfolgen ein intensiver Erfahrungsaustausch, viel gegenseitige Inspiration und eine deutlich erhöhte Ausstrahlung.

 

Die Berater*innen aus dem Kreis der Gemeinwohl-Ökonomie können Ihnen für Peergruppen Kontakte benennen und auch aufzeigen, warum es sinnvoll ist, sich nicht nur mit dem CO2-Fussabdruck zu beschäftigen sondern umfassend auf den Prozess der «Gemeinwohl-Bilanz» einzulassen.

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Weitere Informationen zum Klimawandel finden Sie auch unter https://www.ecogood.org/de/schweiz/klimawandel