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GWÖ als soziale Innovationskraft wissenschaftlich anerkannt

Wien, 19.02.2019
     
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Gemeinwohl = Gewinn

Die Gemeinwohl-Ökonomie wird durch internationale Studien wissenschaftlich als "Soziale Innovation" anerkannt - und ist damit per definitionem "wert, nachgeahmt und institutionalisiert zu werden".

Im Rahmen der ersten wissenschaftlichen Fachtagung zur GWÖ präsentierten Christian Felber und Wissenschaftler*innen der Universität Valencia in Wien am 19. Februar 2019 zwei aktuelle Studien der Universitäten Valencia, Flensburg und Kiel. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass das Wirtschaftsmodell der GWÖ sowohl ethische als auch finanzielle Leistungen fördert und wert ist, nachgeahmt und institutionalisiert zu werden.

Empirische Studie | Universität Valencia

Die Studie zeigt, dass das Wirtschaftsmodell der GWÖ das weitreichendste der vier untersuchten Modelle ist. Vanessa Campos, Koordinatorin der Studie sagt zu den Ergebnissen „17 von 20 Indikatoren sind statistisch gültig und zuverlässig. Das ist gold wert! Das Modell produziert positive Ergebnisse sowohl im sozialen, ökologischen als auch wirtschaftlichen Bereich und stärkt so die Position der Unternehmen auf dem Markt durch Differenzierung basierend auf Corporate Sustainability.“

Die Studie gewann den Best Paper Award bei der 14th European Institute of Advanced Studies in Management Interdisciplinary Conference zu "Intangibles & Intellectual Capital – Value Creation, Integrated Reporting and Governance”.

GIVUN-Studie | Universität Flensburg und Universität zu Kiel

Die Studie hat die Wirkung der GWÖ-Bilanz, das Herzstück des Wirtschaftsmodells, mit vier anderen Instrumenten unternehmerischer Nachhaltigkeit verglichen. Die GWÖ-Bilanz setzt stark auf Suffizienz bzw. die absolute Reduktion des Naturverbrauchs. Daher hat dieses Modell das Potenzial, den Wandel in Richtung einer Postwachstumsgesellschaft zu ermöglichen, so die Ergebnisse der empirischen Studie „GIVUN“ der Universitäten Flensburg und Kiel (Februar 2018).

„Im Konzert der Modelle und Initiativen zur Erneuerung der vorherrschenden Wirtschaftsphilosophie sticht die Gemeinwohl-Ökonomik und speziell ihre Bilanzierungsmethodik als praktikables Verfahren zur Förderung einer ethischen und humanistischen Unternehmensführung hervor.“ - Prof. Günter Koch, Obmann des Forschungsvereines für Gemeinwohl-Ökonomie

Ausblick

Am Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam wird Christian Felber dieses Jahr als Affiliate Scholar das Forschungsprojekt „Integrating the best and most widely used sustainability reporting frameworks into one unified and legally binding standard” koordinieren.

An der Hochschule Bremen findet vom 26. bis 27. September 2019 die erste wissenschaftliche Konferenz zur Gemeinwohl-Ökonomie unter dem Titel „Economy for the Common Good –A Common Standard for a Pluralistic World?“ statt. Hierfür gibt es einen Call for Papers. Die Universität Bremen hat eine klare Empfehlung ausgesprochen: „Die Gemeinwohl-Bilanz scheint gut geeignet zu sein, um die eigenen Prozesse kritisch zu prüfen und dabei vielfältige Möglichkeiten zu entdecken, wie Sie im täglichen Handeln zur Erfüllung der SDGs beitragen können“.

Anlässlich der Präsentation der Studien fand eine Pressekonferenz am 19. Februar 2019 in Wien statt. Hier die gesamte Pressemappe zur Pressekonferenz

Links | Quellen

Forschung | Gemeinwohl-Ökonomie

GIVUN-Studie | Universität Flensburg und Universität zu Kiel

Empirische Studie zur Gemeinwohl-Ökonomie | Universität Valencia

Verbindung SDG + Gemeinwohl-Ökonomie | HTW Berlin, Universität Bremen

Initiativstellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA)