Rückblick auf die 2. Konferenz für Plurale Ökonomik

2CVPE_Community.jpgQuelle: http://conference.plurale-oekonomik.at

2nd Vienna Conference on Pluralism in Economics, 15. bis 16. April 2019

Ein Beitrag von Verena Schwetz, Koordinatorin des Forschungsverein Gemeinwohl-Ökonomie

Die Wiener Gesellschaft für Plurale Ökonomik organisierte Anfang dieser Woche bereits die zweite wissenschaftliche Konferenz im Themenfeld "Plurale Ökonomik".

In der einführenden Keynote sprach Dr. Silja Graupe von der Cusanus Hochschule über die Entwicklung der Ökonomik als "Reiner Wissenschaft", die als eine Art Naturwissenschaft ihren eigenen Regeln folgte und bald auch nicht mehr hinterfragt oder gar durchschaut werden konnte oder durfte.

Das enorm vielfältige Programm enthielt Vorträge und Diskussionen sowie partizipative Workshops zu Grundlagenforschung, politischer Ökonomie, nachhaltiger Entwicklung und Ansätzen der Pluralen Ökonomik in der Lehre. Forscher*innen ebenso wie Studierende präsentierten hier diverse aktuelle Forschungsarbeiten.

Konnex zur GWÖ

Vanessa Campos, Joan Sanchis und Ana Ejarque von der Universität Valencia stellten gemeinsam mit Christian Felber ihre aktuelle Studie vor, in der die GWÖ als theoretisches Modell ebenso wie als Berichtstandard analysiert wurde und sowohl die Gültigkeit als Modell als auch der Zusammenhang des Unternehmenserfolges mit der GWÖ-Bilanz von 206 Firmen bestätigt werden konnte.

Das durchwegs junge Publikum und die lebendigen Diskussionen deuten auf das große und weiterhin steigende Interesse an Pluralen Ansätzen in der Wirtschaftswissenschaft hin. Die Gemeinwohl-Ökonomie mit der GWÖ-Matrix als erprobtes Modell ist hier ein wichtiger Ansatz eines konkreten Weges der Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise.