Köln-Bonn

Prior1

Spezialist für die Planung, Bau, Infrastruktur und IT-Verkabelung von Rechenzentren und Serverräumen, deutschlandweit

Adresse: Otto-von-Guericke-Str. 8, 53757 St. Augustin

 

Video zur Gemeinwohl-Ökonomie bei Prior1: Link zum Video

Als Ansprechpartnerin beantwortet Frau Anja Zschäck (Leitung Organisation und Marketing / Prokuristin, Prior1 GmbH) gern Ihre Fragen. Tel.: +49 2241 14727-11, E-Mail: anja.zschaeck@prior1.com

 

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"Wir möchten uns mit dem Engagement für die Gemeinwohl-Ökonomie aktiv für eine zukunftsfähige und gerechte Alternative engagieren"

Interview mit Anja Zschäck, Leiterin Organisation/Marketing von "Prior1" (Januar 2019)

Warum hat sich Prior1 nach den Grundsätzen der Gemeinwohl-Ökonomie bilanzieren lassen?

Die Prior1 ist sich der existenziellen Bedrohung der Umwelt und Gesellschaft durch den Klimawandel, die Verschmutzung der Lebensgrundlagen, sowie der Endlichkeit von wertvollen Ressourcen bewusst. Das Unternehmen ist in einer energieintensiven Branche tätig und trägt damit eine besondere Verantwortung, Energieeffizienz und Klimaschutz voranzutreiben.

Als verantwortungsvolles Unternehmen ist die Prior1 davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit eine zentrale ökologische, soziale wie auch ökonomische Grundvoraussetzung ist, um unserem Unternehmen dauerhaft Erfolg zu sichern. Unter Nachhaltigkeit versteht das Unternehmen ein unternehmerisches Handeln, das auf langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ausgerichtet ist, ohne dabei - vor allem bezüglich Ökologie und sozialer Aspekte - auf Kosten Anderer oder zukünftiger Generationen zu agieren. Die Prior1 ist sich der Notwendigkeit eines Umdenkens des derzeitigen Wirtschaftssystems bewusst; ein System, indem die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden und zudem unser aller Lebensraum – ohne Rücksicht auf Verluste – zerstört wird.

Die Prior1 möchte sich mit dem Engagement für die Gemeinwohl-Ökonomie aktiv für eine zukunftsfähige und gerechte Alternative engagieren und zur Formulierung von konkreten Ansätzen beitragen. Des Weiteren betrachten wir die Gemeinwohl-Matrix als unser Managementtool und Werkzeug, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Unternehmen zu etablieren. Die Bilanzierung erfordert Daten und Fakten aus allen Unternehmensbereichen. Somit ist alles, was wir im Hinblick auf unsere Werte übereinstimmend mit denen der GWÖ tun und schreiben, belegbar.

Welche Erkenntnisse hat Prior1 durch die GWÖ-Bilanzierung gewonnen?

Ziel unserer ersten Bilanzierung war es, einen Ist-Stand zu erhalten. Wo stehen wir heute? Was machen wir bereits gut, wo sind unsere Potentiale? Es wurde deutlich wieviel Potential in Bereichen z.B. ökölogische, soziale Nachhaltigkeit in der Lieferantenkette oder die weitere Optimierung unser Produkte und Leistungen im Hinblick auf echten Kundennutzen ist. Es war wunderbar zu erleben, wieviel Ideen die Mitarbeitenden in den Workshops zu den einzelnen Berührungsgruppen hatten. Somit sehen wir gute Chancen und Möglichkeiten einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu den Themen der Nachhaltigkeit (ökonomisch, sozial, ökologisch) zu verankern.

In welchem Aspekt der Gemeinwohl-Bilanz hat Prior1 am besten abgeschnitten? In welchem Aspekt der GWÖ-Bilanz möchte sich Prior1 in Zukunft besonders verbessern?

Tatsächlich in Zahlen bestätigt haben sich unsere partnerschaftlichen und ehtischen Kundenbeziehungen und der respektvolle, wertschätzende Umgang aller Mitarbeitenden. Für Prior1 sind die Zufriedenheit der Mitarbeitenden und Kunden im Einklang mit dem Erhalt unserer Umwelt im Fokus. An diesen Themen werden wir im Besonderen weiterarbeiten.

Welche Herausforderungen haben sich bei der Bilanzierung nach den GWÖ-Grundsätzen ergeben? Wie lässt sich die GWÖ-Bilanz verbessern?

Eine große Herausforderung war zum einen das Zusammentragen des nötigen Datenmaterials, damit die Aussagen auch belegt sind und die Erarbeitung der relevanten Inhalte zu den Berichtsfragen, die für Prior1 zutreffend bzw. relevant sind.

Sicher wäre es einfacher gewesen sich eine/n Berater*in ins Haus zu holen, die uns da durchführt. Doch wir wollten uns selbst mit der Thematik auseinandersetzen und „reinknien“. Unser Anspruch war und ist hier, die Werte und das Know-How der Gemeinwohl-Ökonomie im Unternehmen zu etablieren. Die letztendliche Punktzahl hatte nicht die oberste Priorität. Der Weg war/ist unsere Erkenntnis. Zu unserer Erkenntnis gehört jedoch auch, dass sich das auditierte Testat ohne Bericht oder Erläuterung in unserer Branche nicht einfach abbilden/zeigen lässt.

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