Göttingen

Willkommen bei der Regionalgruppe Göttingen

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Seit dem 01.01.2019 sind wir als eine weitere Regionalgruppe der Gemeinwohl-Ökonomie mit dabei!

Das Feld für unsere Gründung hatten bereits Christian Felber, aber auch Bernd Fittkau und Gerald Hüther mit ihren Vorträgen in Göttingen bereitet. So brauchte es nur noch eine weitere Veranstaltung im September 2018, dieses Mal mit Christian Kozina aus Graz, um auch in Südniedersachsen die vorhandenen Ansätze für eine andere Marktwirtschaft aufzugreifen und in einem „Energiefeld“ vor Ort zu bündeln..

Unser Kontext

Göttingen ist mit seinen 130.000 Einwohnern das Oberzentrum der Region Südniedersachsen. Der Slogan: „Eine Stadt, die Wissen schafft“, charakterisiert sie gut; denn die Universität mit dem Klinikum, Standorten der HAWK, der Privaten Fachhochschule und einem ungemein breiten Fächer an wissenschaftlichen Einrichtungen, zählt zusammen über 50.000 Studierende und wissenschaftliches Personal.

Unter dem Motto „In publica commoda“, zu Deutsch: „Zum Wohle aller“, ist die Uni Göttingen seit nahezu drei Jahrhunderten die Ausbildungsstätte meist überwiegend konservativ gestimmter Berufsgruppen: Apotheker, Ärzte, Agrar-, Betriebs- und Volkswirte, Juristen, Lehrer und Pastoren, also von höheren Beamten, Freiberuflern und Führungspersonal. Immerhin dreimal im Laufe ihrer altehrwürdigen Geschichte fiel sie mit Bestrebungen auf, die sich im Geiste der Aufklärung gegen die Obrigkeit richteten: dem Protest der Göttinger Sieben (1837), der Erklärung der Göttinger Achtzehn (1957) und dem studentischen Protest der 1968er.

In der Gegenwart hat sich eine engagierte Göttinger Zivilgesellschaft in Form zahlreicher und vielfältiger Initiativgruppen herausgebildet. Mit einigen von ihnen arbeiten wir eng zusammen. Besonders stark vertreten sind die Themenspektren zu Frieden, Migration und Eine Welt, die sich im Göttinger EPIZ koordinieren. Zudem hat sich eine studentische Gruppe „Kritische Wirtschaftswissenschaften“ gebildet, deren Arbeit wir unterstützen. Denn das Lehrangebot für Agrarökonomen, Volks- und Betriebswirte an der hiesigen Universität ist mit wenigen Ausnahmen streng am Mainstream ausgerichtet und behandelt entsprechend selten die Themen des nachhaltigen und ökologischen Wirtschaftens.

Auch die kommunale Regional- und Wirtschaftspolitik in Südniedersachsen richtet in ihrem Standortwettbewerb den Blick auf die Wissenschaft. Sie argumentiert mit der „Exzellenz“ des Hochschulorts, die bei der Anwerbung von Fachkräften und der Gründung innovativer Unternehmen förderlich sein soll. Und einige Firmen profitieren von dem reichlichen Angebot hochqualifizierter Bewerber*innen angesichts eines regionalen Gehaltsniveaus, das deutlich unter dem der deutschen Wirtschaftsmetropolen liegt.

Mitmachen

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Mit der Gemeinwohl-Ökonomie führen wir Menschen aus unterschiedlichen Bereichen und Berufen zusammen, um uns für öffentliche Belange einzusetzen. Menschen aus der Wissenschaft, aber auch Politiker, Unternehmer, Menschen aus Verwaltung, Umweltorganisationen und Gewerkschaften, Schüler und Studenten, haben längst erkannt, dass sinnentleertes Arbeiten und gedankenloses Wirtschaften unseren Nachkommen die Lebensgrundlagen raubt.

Wir können zwar alle mit unseren individuellen Kaufentscheidungen dazu beitragen, dass jene Produzenten und Dienstleister gestärkt werden, die ihre Waren nach ethischen Kriterien erzeugen und verkaufen. Aber achtsames und verantwortetes ökologisches Verhalten als eine Angelegenheit des Einzelnen zu propagieren, greift zu kurz. Ohne die massive wirtschaftspolitische Flankierung eines Ressourcen schonenden Konsumverhaltens wird die Wende zu einer sozial-ökologischen Wirtschaftsweise nicht gelingen.

In einem breiten demokratischen Prozess möchten wir erreichen, dass sich möglichst viele Unternehmen, kommunale Trägerschaften und Organisationen in unserer Region auf soziale und ökologische Ziele verständigen, solidarisch und gemeinwohlorientiert arbeiten und die Förderprinzipien für eine Transformation zu einer ethischen Marktwirtschaft institutionell verankern.

Wenn auch Sie kein „Weiter-so!“ wollen, dann ringen Sie zusammen mit uns für eine lebenswerte Zukunft unserer Region: machen Sie mit!

Wie, wann und wo

Kontaktadresse

Regionalgruppe Göttingen

Offene Treffen

Einmal im Monat treffen wir uns im Plenum. Zu diesen Treffen sind besonders auch jene eingeladen, die uns kennenlernen möchten. Die Termine und den Ort geben wir auf dieser Webseite bekannt.

Arbeitskreise

Der Einstieg in den offenen Lesearbeitskreis ist jederzeit nach einer ersten Plenumsteilnahme möglich. In anderen, internen AKs arbeiten wir zu aktuellen Aufgaben und bereiten Entscheidungen für das Plenum vor. Unser offener Lese-AK ist auch für Menschen gedacht, die keine aktive Politik machen wollen oder vor einer aktiven Mitwirkung, die theoretischen Grundlagen und Inhalte der GWÖ genauer studieren und diskutieren möchten.

Veranstaltungen

Zu unserem Jahresprogramm gehören Veranstaltungen und Info-Stände in den südniedersächsischen Städten. Wenn Sie darüber auf dem Laufenden bleiben möchten, schreiben Sie uns eine Mail (s. Kontaktadresse) und wir nehmen Ihre Mailadresse dann gern in unseren „Interessent*innen-Verteiler“ auf.

Spenden

Niemand von uns bekommt für seine gemeinnützige Regionalgruppenarbeit ein Entgelt. Wenn Sie die GWÖ speziell in der Göttinger Region stärken möchten, so nehmen wir gern Ihre Spende entgegen und sorgen dafür, dass unser Zweigverein Ihnen eine Quittung für das Finanzamt ausstellt.