Ennepe-Ruhr-Wupper

Gemeinwohlbilanz

Die Gemeinwohl-Matrix

Die Gemeinwohl-Matrix ist das Herzstück der Gemeinwohl-Bilanz.

Matrix_5_0_DEU.pngGemeinwohl-Matrix 5.0

In der aktuellen Version 5.0 wird eine Matrix entlang 4 relevanter Basiswerte in der horizontalen Dimension und 5 wichtiger Interessens- und Berührungsgruppen (Share- und Stakeholder) in der vertikalen Dimension aufgespannt. Insgesamt entstehen so 20 Gemeinwohl-Themen.

Die Bewertung erfolgt durch Einordnung in Bewertungsstufen (Basislinie, erste Schritte, fortgeschritten, erfahren, vorbildlich), die in einem Skalenbereich von 0 bis 10 mit Gemeinwohl-Punkten versehen werden. Die sogenannte Basislinie ist der gesetzliche Standard, für den keine Gemeinwohl-Punkte vergeben werden. In jedem Thema gibt es verschiedene Aspekte, die mit unterschiedlichen Gewichten (gering/ mittel/ hoch/ sehr hoch) zu einer Gemeinwohl-Punktzahl eines bestimmten Themas verdichtet werden. Bei der Variante Bilanz kompakt erfolgt vereinfachend nur eine Bewertung auf Themenebene.

Die Gesamtbewertung ergibt sich aus der Einzelbewertung aller Themen. Dazu wird die erreichte Punktzahl bei einem Thema zunächst auf jeweils maximal 50 Punkte normiert. Anschließend werden nun auch die Themen je nach Bedeutung für das jeweilige Unternehmen unterschiedlich gewichtet abhängig von bestimmten Faktoren wie Unternehmensgröße oder Branche und der damit verbundenen ökologischen und sozialen Risiken und weiterer Faktoren. Wird in einem Aspekt oder Thema die Basislinie unterschritten (Negativ-Aspekte), können auch negative Gemeinwohl-Punkte für ein Thema resultieren, so dass in der aktuellen Version der Gemeinwohl-Matrix 5.0 die Gemeinwohl-Punktzahl insgesamt zwischen -3600 und 1000 Punkten liegen kann.

Wege zur Gemeinwohl-Bilanz

Die folgende Grafik ist interaktiv (Schalten sie dazu bitte Javascript in ihrem Browser frei)

 

Erste Schritte zur Gemeinwohl-Bilanz

Voraussetzung für die Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz ist die gültige Mitgliedschaft in einem anerkannten Verein der Gemeinwohl-Ökonomie. Ein Gemeinwohl-Bericht kann dann anhand der Leitfäden und Handbücher entweder autonom oder mit Hilfe einer zertifizierten Berater*in erstellt werden. Anschließend wird der Bericht in einem externen Audit geprüft. Alternativ kann ein Gemeinwohl-Bericht im Rahmen einer Peer-Evaluierung in einer Gruppe von vier bis sechs Unternehmen erarbeitet werden. Ziel einer Peer-Evaluierung ist ein gemeinsamer Lernprozess aller beteiligten Unternehmen. Es wird empfohlen den Prozess durch eine GWÖ-Berater*in oder GWÖ-Auditor*in begleiten zu lassen. Eine Peer-Evaluierung ist aber nur einmalig möglich. Alle weiteren Gemeinwohl-Evaluierungen müssen mit Unterstützung von zertifizierten Auditor*innen im Rahmen von externen Prüfungen durchgeführt werden. Eine Gemeinwohl-Bilanz behält ihre Gültigkeit für zwei Jahre.  Danach muss der Prozess wiederholt werden. Je nach Unternehmensgröße können dabei auch Besuchs-Audits erforderlich sein. Veröffentlichte Gemeinwohl-Berichte sind dann auf dem Server der Gemeinwohl-Bilanzen der Gemeinwohl-Ökonomie öffentlich zugänglich und werden auf den Seiten der GWÖ wie z.B. der ECOGOODMAP (zur Zeit im Aufbau!) sichtbar gemacht.