Ennepe-Ruhr-Wupper

Erster GWÖ-Infotreff für Unternehmer

Cafe 1898, Wetter (Ruhr), 11. April 2019
     
Erster_Unternehmertreff.jpgInteressierte Unternehmer beim ersten Unternehmertreff der lokalen GWÖ-Gruppe in Wetter (Ruhr)

Am 11. April 2019 lud die Regionalgruppe Ennepe, Ruhr & Wupper (GWÖ-ERW) im - nunmehr dritten - Infotreff der Gemeinwohl-Ökonomie zum offenen Gedankenaustausch in das Cafe 1898 der Wohnstättengemeinschaft Wetter in die Innenstadt von Wetter (Ruhr) ein, diesmal speziell für Unternehmer. Die Aktiven des lokalen Vereins GWÖ-ERW e.V. konnten diesmal 12 Interessenten begrüßen, einschließlich eines Vertreters der Industrie- und Handelskammer IHK Mittleres Ruhrgebiet, interessierte Unternehmer und Einzelpersonen sowie einen Redakteur des Lokalradios Radio EN, die gemeinsam die Gelegenheit zum Gedankenaustausch über alternatives Wirtschaften wahrnahmen, in einem gelungenen Ambiente mit schmackhafter Beköstigung durch die GWÖ-ERW-Aktiven.

Zu Beginn stellte Lokale Agenda 21-Sprecher und GWÖ-ERW-Koordinator Rolf Weber aus Wetter (Ruhr) die Idee der GWÖ kurz vor.

Praxisberichte aus bereits erfolgreich durchlaufenden GW-Zertifizierungsprozessen rundeten das Bild ab:

  • Die in der GWÖ-Bewegung auf verschiedenen Ebenen engagierte Diplom-Finanzwirtin und GWÖ-ERW e.V. Vorstandsmitglied Beate Petersen aus Wuppertal begleitete in der Vergangenheit die bereits zertifizierten GWÖ-Unternehmen  auf ihrem GWÖ-Lernweg: die BürgerEnergie-Genossenschaft eG., Wetter (Ruhr), die Vollkornbäckerei & Bioladen Niemand, Hagen, und die Steinbildhauerei Vincent, Wetter (Ruhr).
  • Integra e.V. und GWÖ-ERW e.V. Vorstandsmitglied Dirk Drögekamp aus Wetter (Ruhr) schilderte seinen eigenen erlebten Prozess der Bilanzerstellung als Teilnehmer der zweiten GWÖ-ERW-Pionier-Unternehmer*innen-Gruppe. Deren GW-Bilanz-Entwürfe liegen mittlerweile dem Auditor*innen-Team der GWÖ-Bewegung vor.

Aus der anschließenden recht lebhaften Diskussion blieb Folgendes festzuhalten:

  • Die GWÖ gewährt jedem Unternehmen einen 360o-Rundumblick - und dies branchenübergreifend, auch für Bildungseinrichtungen und Kommunen.
  • Mehrwert einer GWÖ-Bilanzierung ist, dass nicht der Finanzgewinn im Vordergrund steht, sondern weitere Faktoren Berücksichtigung finden, die als weiche Faktoren normalerweise unberücksichtigt bleiben, wie z.B, ob und wie das betrachtete Unternehmen und seine Berührungsgruppen die Basiswerte Menschenwürde, ökologische und soziale Gerechtigkeit sowie Transparenz und Mitbestimmung achten und aktiv umsetzen.
  • In der GWÖ-Bewegung steht wertschätzende Kooperation vor Konkurrenz. Gelingende  Beziehungen und gelebte Werte stehen im Mittelpunkt.

Die Gemeinwohl-Bilanz ersetzt keine Finanzbilanz, kann sie aber sinnvoll ergänzen. Drei Unternehmer konnten an diesem Abend motiviert werden, in den Prozess der GW-Bilanzerstellung einzusteigen.

(Autor: Beate Petersen)

Hier finden Sie den kompletten Radio-Beitrag auf Radio EN (hier geht es zum Podcast ohne Musik):