Ennepe-Ruhr-Wupper

Zweigvereinsgründung

Wetter (Ruhr), 26. April 2018
     
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v.l.n.r.: Silvia London-Schleyer (Diabetes- und Stoffwechselpraxis Wetter), Dr. Claus Gößling (Vorstandsmitglied im Zweigverein), Teresa Bouecke (Diabetes- und Stoffwechselpraxis Wetter), Timo Lenneper (germanbroker.net), Dirk Drögekamp (Geschäftsführer Integra e.V., Vorstandsmitglied im Zweigverein), Rolf Weber (Vorstand BEG-58, Vorstandsmitglied im Zweigverein), Marcus Müller (Energieagentur Wuppertal), Nicole Heymer (Ingenieurbüro EHEYMER), Matthias Krahn (Geschäftsführer Artservice und Freunde), Dr. Hermann Falk (Vorstand Treuhandstiftung der GLS), Charlotte Clarke (Vorstandsmitglied im Zweigverein), Beate Petersen (Vorstandsmitglied im Zweigverein), Hartmut Goebel (Geschäftsführer der germanbroker.net) und Klaus Ulrich Knipp  (Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke). (Foto: Olaf Kintzel)

„Im Mittelpunkt des Wirtschaftslebens steht das Wohl des Menschen.“

So steht es in der NRW-Landesverfassung und das ist das Motto, das sich die Gemeinwohl-Ökonomie auf die Fahnen geschrieben hat. Am 26.04.2018 fand in Wetter (Ruhr) die Gründung des Zweigvereins „Gemeinwohl-Ökonomie Ennepe, Ruhr & Wupper“ (GWÖ-ERW) des Hauptvereins „GWÖ-Deutschland“ statt. Motivation vieler Mitglieder sich dem Verein anzuschließen ist - neben sozialem und gesellschaftlichem Engagement - der Umwelt-, Natur- und Klimaschutz.

Die Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie wurde 2010 u.a. von dem österreichischen Publizisten Christian Felber ins Leben gerufen. Inzwischen hat die GWÖ-Bewegung zahlreiche Unterstützer*innen. Die Idee ist, das Gemeinwohl in den Vordergrund zu rücken, also das Wohl aller Menschen wie auch unserer Mitwelt. Das aktuelle Wirtschaftssystem mit dem Vorrang des Profitzwangs und der Forderung nach ewigem Wirtschaftswachstum soll Schritt für Schritt umgewandelt werden. Ziel der Gemeinwohl-Ökonomie ist dabei, das Geld als Mittel des Wirtschaftens anzusehen und nicht, wie augenblicklich, als alleinigen Zweck des Wirtschaftens. Basis ist eine Gemeinwohl-Bilanz, mit der die Beiträge der Unternehmen transparent gemacht und bewertet werden.

Die Gemeinwohl-Ökonomie ist mittlerweile eine weltweit agierende Bewegung mit rund 11.000 Unterstützer*innen, 2.000 Aktiven und 100 Regionalgruppen sowie 30 Fördervereinen. Ca. 500 Unternehmen haben bereits das Testat des Gemeinwohls erhalten. Die örtliche Regionalgruppe Ennepe, Ruhr & Wupper (ERW) wurde Ende 2014 von Beate Petersen und Rolf Weber in Wuppertal gegründet. Seitdem konnte die ERW rund 130 interessierte Menschen anziehen. Deren Motivationen sind vielfältig. Aber alle eint das gemeinsame Bestreben, die Welt ein wenig besser, gerechter, sauberer und nachhaltiger zu machen. Ziel des neu gegründeten Vereins ist es, die Idee der Gemeinwohl-Ökonomie weiteren Menschen nahe zu bringen und viele regionale Unternehmen für die Erstellung einer Gemeinwohl-Bilanz zu begeistern. Folgt man der Vision der Bewegung, so soll die Gemeinwohl-Ökonomie in Deutschland und darüber hinaus 2030 etabliert sein, wenn viele Menschen mitmachen und gemeinsam mithelfen.

(Autor: Olaf Kintzel)

Bild_Vorstandsmitglieder.JPGDie neuen Vorstandsmitglieder v.l.n.r: Dr. Claus Gößling, Beate Petersen, Dirk Drögekamp, Charlotte Clarke und Rolf Weber