Ennepe-Ruhr-Wupper

Über uns

Herzlich willkommen bei der Regionalgruppe Ennepe, Ruhr & Wupper (ERW)

Die Regionalgruppe Ennepe, Ruhr & Wupper wurde Ende 2014 von Beate Petersen und Rolf Weber in Wuppertal gegründet. Angedacht war gleich zu Beginn eine Breitenwirkung auf einen größeren Aktionsradius der Städte Hagen, Wuppertal und des Ennepe-Ruhr-Kreises. Angefangen hatte es mit zwei Personen und mittlerweile sind wir um die zehn Aktive. Über weitere Verstärkung würden wir uns sehr freuen.

 

Aktiv mitarbeiten (Stand: 20.09.2018)

Christian Becke, Charlotte Clarke, Dirk Drögekamp, Dr. Claus Gößling, Dr. Olaf Kintzel, Matthias Krahn, Beate Petersen, Rolf Weber

 

Die Regionalgruppe hat vor kurzem einen gemeinnützigen Verein gegründet. Im Vereinsvorstand sind Charlotte Clarke, Dirk Drögekamp, Dr. Claus Gößling, Beate Petersen und Rolf Weber. Die jeweiligen Stellvertreter für die einzelnen Aufgabenbereiche sind im Folgenden in Klammern genannt.

Koordination

Rolf Weber (Beate Petersen)

Öffentlichkeitsarbeit, Bildung und Vernetzung

Beate Petersen (Charlotte Clarke)

Finanzen, Schatzmeister

Dirk Drögekamp (Dr. Claus Gößling)

Mitglieder

Charlotte Clarke (Rolf Weber)

Schriftführer, Recht

Dr. Claus Gößling (Dirk Drögekamp)

 

Aktiv in Akteurskreisen der GWÖ-Bewegung sind

Rolf Weber

  • Referent

Beate Petersen

  • Referentin
  • AK Internationale Strategie
  • AK Bildung
  • Überregionaler AK Bilanz

Was ist unsere Motivation?

Der Zustand unseres Planeten Erde, so wie wir ihn kennen, gerät mehr und mehr in Gefahr. Bereits 1972 konstatierte der Club of Rome in seinem ersten Bericht "Grenzen des Wachstums", dass unsere Ressourcen endlich seien und ein exponentielles Wachstum, so das Mantra der Finanz- und Kapitalbranche, nicht möglich sei. Die Weltöffentlichkeit reagierte mehr oder weniger mit einem "Weiter so" und nahm eher mit Erleichterung auf, dass die Vorhersagen wenig zutreffend waren. In seinem aktuellen Bericht "Wir sind dran. Was wir ändern müssen, wenn wir bleiben wollen." hat der Club of Rome abermals eine Bestandsaufnahme vorgelegt. Kurz gefasst, machen wir im gleichen Tempo weiter wie bisher, werden schwindende Ressourcen und massive Verschmutzung zu einem Kollaps der globalen Systeme führen. Der „country overshoot day 2018“, der angibt, wann alle nachhaltig reproduzierbaren Ressourcen verbraucht sind, ist in Deutschland der 2. Mai. In den USA liegt dieser Tag sogar schon auf dem 15. März. Das bedeutet, wir bräuchten im Prinzip mehr als 3 Erden jährlich, um unseren Bedarf zu decken, wenn wir in den Industrienationen weiter so machen, und zwar auf Kosten der uns nachfolgenden Generationen.

 

Country_overshoot_day.jpg

 

Was können wir tun?

Um einen drohenden Kollaps zu vermeiden, müssen wir wohl auch unsere Lebensgewohnheiten ändern. Ein einfaches „Weiter so“ kann nicht die Lösung sein. Zuallererst müssen wir hinterfragen, ob die Art, wie wir wirtschaften, ethisch und ökologisch vertretbar ist. Wie Christian Felber in seinem Buch „Gemeinwohl-Ökonomie“ ausführt, ist dies nicht der Fall. Die Marktwirtschaft und der herrschende Kapitalismus, die sich bis auf wenige Ausnahmen global durchgesetzt haben, basieren auf einer Art von Raubtiermentalität, individuellem Egoismus und fehlendem sozialen und gesellschaftlichem Verantwortungsbewusstsein. Das aktuelle Wirtschaftsmodell produziert nur wenige Gewinner auf Kosten vieler Verlierer und betreibt Raubbau an Mensch und Natur. Wir werden auf dem augenblicklichen materiellen Niveau auf unserem Planeten Erde nicht überleben können, wenn wir uns nicht daran setzen unser Wirtschaftsmodell in Frage zu stellen und zu reformieren.

Ist die Gemeinwohl-Ökonomie eine Lösung?

In der Gemeinwohl-Ökonomie wird der Fokus auf nachhaltiges Wirtschaften, gesellschaftliche Teilhabe und das Wohl möglichst vieler Beteiligter im Wirtschaftskreislauf gelegt. Angedacht ist ein allmählicher transformierender Prozess, der formgebend und begleitend einen Bewusstseinswandel in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft bewirken und in einem stabilen, ökologisch und ökonomisch vertretbaren Wirtschaftsmodell münden soll. Anstatt blindwütigem Wettbewerb eher verständnisvolle Kooperation. Anstatt purem Egoismus Einzelner und dem Erfolg weniger Gewinner eher Mitbestimmung, Teilhabe und das Wohl möglichst vieler Beteiligter. Die Vision der Gemeinwohl-Ökonomie setzt dabei auf einen lokal wachsenden, partizipativen und transformierenden Prozess, der Schritt für Schritt ein Wirtschafts- und Gesellschafts-system etablieren soll, in dem die grundlegenden Werte Solidarität, Fairness, Stabilität, ökologische Vielfalt, Nachhaltigkeit, gesellschaftliche Teilhabe, Demokratie, Gerechtigkeit sowie Recht auf freie Meinungsäußerung vorherrschen. Zu Recht kann man dies als eine Utopie ansehen, aber nicht als eine Illusion, wenn es uns tatsächlich gelingen sollte, gemeinsam und entschlossen diesen vorgezeichneten Weg weiter zu beschreiten.

Wofür steht die Regionalgruppe ERW?

Die Regionalgruppe Ennepe, Ruhr & Wupper (ERW) will in der Region dabei mithelfen, diese Utopie Wirklichkeit werden zu lassen. Dabei wird insbesondere auf eine Verbreitung unserer Ideen in der breiten Öffentlichkeit Wert gelegt, um diese für die aktuellen Probleme ökologischer, ökonomischer und sozialer Art und möglicher Lösungsalternativen im Rahmen der Gemeinwohl-Ökonomie zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Zudem wollen wir regionale Unternehmen, Gemeinden als auch Bildungseinrichtungen davon überzeugen selbst mitzuwirken und auf Basis der Erstellung von Gemeinwohl-Bilanzen aktiv zu werden. Wir sind uns bewusst, dass eine flächendeckende Verbreitung des Konzepts der Gemeinwohl-Ökonomie momentan nur eine ambitionierte Wunschvorstellung ist. Wir werden uns aber dafür einsetzen immer mehr Unternehmen für eine Gemeinwohl-Bilanz zu begeistern, damit der Prozess allmählich eine kritische Masse erreicht und von selbst an Fahrt gewinnen kann.

Bei Fragen und Anregungen rund um unsere Gruppe wenden Sie sich bitte an

Rolf Weber

Gustav-Vorsteher-Str. 20

58300 Wetter (Ruhr)

Mail: erw@ecogood.org

 

Stimmen aus ERW

„Vom Denken zum Handeln: JEDE/R, hier und jetzt!“ Der Klimawandel ist eine spannende Herausforderung, der auch ich mich stelle. Den Status Quo empfinde ich oft viel zu sehr auf Konsum reduziert: „Maximal Profit erzielen“ und „billigst einkaufen“. "Kann das gut sein für Mensch und Mitwelt – und - was bleibt der Nachwelt?" Mit BEG-58 und GWÖ habe ich zwei spannende Bewegungen gefunden, die einladen, die Gesellschaft, in der wir leben, aktiv mit zu gestalten. Sinn und viel Freude macht es auch!

Beate Petersen: Gründungsmitglied der Regionalgruppe Ennepe, Ruhr & Wupper

Stimmen aus ERW

Meine Motivation ist Klimaschutz. Es ist notwendig so schnell wie möglich auf 100% erneuerbare Energien umzustellen. Unter dem bestehenden Wirtschaftssystem ist dieses Ziel nicht erreichbar. Bei der Suche nach Alternativen bin ich auf die GWÖ aufmerksam geworden. Die Bürger-Energie-Genossenschaft BEG-58 hat bereits mehrere GWÖ-Bilanzen erarbeitet. Das passt für mich zusammen und ich empfinde bei dem, was ich mache, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Sinn - mit zwischenzeitlichen Glücksmomenten.

Rolf Weber: Gründungsmitglied der Regionalgruppe Ennepe, Ruhr & Wupper

Stimmen aus ERW

Ich engagiere mich für die GWÖ, weil sie dazu beiträgt, dass es in deutschen Unternehmen solidarischer zugeht und mehr Menschen vom Wohlstand profitieren als bisher. Die GWÖ und ihre Werte haben zum Ziel, dass ein faires Miteinander über gegenseitiger Konkurrenz steht, und können dazu beitragen, dass wir die Ressourcen unserer (Um)Welt erhalten und uns selbst nicht nachhaltig gefährden. Ich bin sicher, dass die Werte der GWÖ entscheidend auch zu einem unternehmerischen Erfolg beitragen können.

Dirk Drögekamp, Vorstandsmitglied im Zweigverein Ennepe, Ruhr & Wupper e.V.

Stimmen aus ERW

Ich unterstütze die GWÖ, weil sie unser Wirtschaftssystem und persönliches Verhalten zukunftsverträglicher macht. Mit der vorgeschlagenen und international vielfach angewandten Gemeinwohl-Bilanz möglichst vieler Akteure kann dies nach und nach gelingen. Dadurch werden hoffentlich Systemzusammenbrüche mit gesellschaftlichen Turbulenzen und Konflikten vermieden. Auslöser war für mich die Energie- und Klimasituation, die inzwischen immer dramatischer wird. Ein "Weiter so" ist nicht zukunftsfähig.

Prof. Dr. Claus Gößling, Vorstandsmitglied im Zweigverein Ennepe, Ruhr & Wupper e.V.